Die besten 8 DAB Radios im Vergleich. Unser Kauftip ist das Sony XDR-S60DBPB Digitalradio. Im Jahr 2011 wurde in Deutschland flächendeckend das neue Digitalradiosystem DAB+ eingeführt und ist... zum Ratgeber

1. Platz
  • Riesenauswahl an Digitalradiosendern
  • angesagtes Shabby-Design
  • Indoorund Outdoornutzung
  • Abschaltautomatik und Uhr
  • Kopfhöreranschluss
2. Platz
  • Stromzufuhr durch Kabel oder Batterien
  • Gute Empfangsqualität
  • Ordentlicher Klang
  • Nützlicher Favoritenspeicher
3. Platz
  • klarer und guter Empfang
  • durch Sendersuchlauf werden alle verfügbaren Sender zügig gefunden
  • gefundene Sender können auf einem der 10 Festspeicherplätze gespeichert werden
  • die Bedienung ist sehr intuitiv
  • die Tasten sind ausreichend groß, um auch von größeren Händen leicht gedrückt werden zu können

Alle DAB Radios Testberichte anzeigen

Ratgeber

Im Jahr 2011 wurde in Deutschland flächendeckend das neue Digitalradiosystem DAB+ eingeführt und ist mittlerweile etabliert. DAB-Plus-Radios sind in verschiedenen Preisklassen und Gerätetypen verfügbar - von preiswerten Kofferradios über Autoradios bis hin zum Baustein für die heimische HiFi-Anlage. Neben rauschfreiem Empfang in Top-Qualität bietet DAB+ ein umfangreiches Programmangebot, wie man es beim klassischen UKW-Empfang vergeblich sucht: Neben den bekannten Sendern, die man von der FM-Skala her kennt, gibt es eine Reihe von Spartenprogrammen. Sport, Lounge, Rock, Kinderprogramme, Jazz, Kultur und sogar reine Verkehrsfunkkanäle - für jeden ist etwas dabei. Einfache Bedienbarkeit sowie zusätzliche digitale Informationen in Text und Bild runden das digitale Radio ab.

Die Entwicklung von DAB in Deutschland

Der digitale Rundfunk wurde in der alten DAB-Norm bereits 1995 eingeführt. Vorreiter waren damals wie heute der Bayerische Rundfunk sowie die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), die die Interessen der privaten Hörfunkanbieter vertritt. In den darauffolgenden Jahren starteten auch die Landesrundfunkanstalten der anderen Bundesländer ihre Digitalradioangebote. In Folge fehlender Marketingstrategien konnte sich das System jedoch nicht in der breiten Masse durchsetzen – es fehlten sowohl attraktive Programmangebote als auch presiwerte Empfangsgeräte. Schon Anfang der 2000er Jahre stellten einzelne Sendeanstalten ihre DAB-Aussendungen wieder ein, da dieser Verbreitungsweg insbesondere für die Privatradio-Wirtschaft kaum messbare Hörerzahlen aufwies und somit nicht refinanzierbar war. technisat-digitradio-100-dabukw-empfangsteil.jpgBis zur Einstellung des ersten Digitalradiosystems in Deutschland im Jahr 2010 wurden weniger als 500.000 Empfangsgeräte verkauft.

Im Raum Berlin und Brandenburg wurde Mitte der 2000er als DAB-Nachfolger ein Digitalradio-Angebot via DVB-T eingeführt, da das digitale Fernsehen auch die Aussendung von Radioprogrammen ermöglicht. Da für diese Technik jedoch keine reinen Radiogeräte verfügbar sind, ist der Hörfunkempfang per DVB-T nur stationär möglich und konnte sich somit ebenfalls nicht durchsetzen.

Einen weiteren Anlauf nahm man im August 2011 mit dem neuen DAB-Plus-Standard. Es wurde ein neues Audio-Codierungsverfahren eingeführt, welches mit dem “+” gekennzeichnet wurde. Von Beginn an sendete neben den landesweiten Regional-Bouquets der einzelnen ARD-Anstalten ein bundesweit empfangbares Digitalradio-Paket – der sogenannte “Bundes-MUXX” (MUXX ist ein gängiges Fachjargon-Kürzel für “Multiplex”). Dieses Programm-Ensemble beinhaltet neben den drei Programmen des Deutschlandradios eine Reihe von attraktiven Spartenprogrammen. Highlight dieses Programmpakets war ein Fußball-Bundesliga-Programm namens “90elf”, das es ermöglichte, alle Bundesliga-Spiele zeitgleich live auszustrahlen. Dieses Programmangebot wurde zwischenzeitlich eingestellt und vom Anbieter SPORT1.fm übernommen. Eine weitere Attraktivitätssteigerung des Bundes-MUXX wurde dadurch erzielt, dass durch eine erhöhte Sendeleistung an den Senderstandorten gegenüber dem alten DAB-Verfahren der Empfang von DAB+ auch innerhalb von Gebäuden möglich wurde (das alte DAB-System konnte aufgrund von Restriktionen der damaligen Fernmeldebehörde nur mit leistungsschwachen Anlagen senden). Der Bundes-MUXX sendet bundesweit auf demselben Kanal. Ein ständiger Sendersuchlauf, wie man ihn auf Autobahnfahrten vom UKW-Rundfunk her kennt, ist somit nicht mehr notwendig.

Mittlerweile sind DAB-Plus-Geräte aller Art bei jedem Elektronik-Discounter preisgünstig zu haben. Selbst Supermarktketten haben gelegentlich Digitalradios im Angebot. technisat-digitradio-210-tragbares-dab-digitalradio.jpg

Programmangebot in Deutschland und im benachbarten Ausland

Deutschland

Das Bouquet des deutschlandweit empfangbaren Bundes-MUXX enthält derzeit folgende Programme:

  • Deutschlandfunk
  • Deutschlandradio Kultur
  • DRadio Wissen
  • DRadio Doumente und Debatten (Übertragungen aus dem Bundestag sowie Sondersendungen)
  • ERF Plus
  • Absolut relax
  • ENERGY (an Bundesliga-Spieltagen SPORT1.fm)
  • Schlagerparadies
  • sunshine live
  • Radio BOB!
  • Klassik Radio
  • Radio Horeb

Des Weiteren senden alle ARD-Anstalten landesweite Ensembles, die neben den bekannten UKW-Programmen zusätzliche Programme im Angebot haben (z. B. NDR Blue, WDR KiRaKa und BR Heimat). In den Ballungszentren und vor allem in Bayern sind darüber hinaus lokale Programmpakete per DAB+ auf Sendung, die es ermöglichen, auch kleineren Privatsendern, Bürgerradios und offenen Kanälen eine Digitalradio-Plattform zu bieten.

Schweiz

In mehreren europäischen Ländern ist das Digitalradio im DAB-Modus schon seit vielen Jahren in der breiten Masse angekommen. In der Schweiz gibt es ein umfangreiches Programmangebot, welches erst durch den frequenzökonomischen Einsatz von DAB und dem Nachfolger DAB+ möglich wurde, da keine UKW-Frequenzen mehr verfügbar waren. Vorreiter waren hier die öffentlich-rechtlichen Spartenprogramme Radio Swiss Jazz, Radio Swiss Classic und Radio Swiss Pop. Letzteres hat in der Schweiz den größten Marktanteil mit täglich über 300.000 Hörern. Reine UKW-Empfänger sind in den einschlägigen Handelsketten kaum noch zu finden, da die DAB-Abdeckung in dem Alpenland bei 99 Prozent liegt und somit höher ist als die UKW-Versorgung.

Dänemark und Norwegen

Auch bei unseren skandinavischen Nachbarn sendet DAB gleichberechtigt neben dem herkömmlichen Angebot auf UKW. Danmarks Radio bietet insgesamt acht Hörfunkprogramme, wobei auch hier attraktive Spartenprogramme im DAB-Multiplex zu finden sind – vergleichbar mit der Schweiz z. B. auch das Programm DR P8 JAZZ. Die öffentlich-rechtlichen Programme Dänemarks senden seit vielen Jahren im herkömmlichen DAB-Standard und sind auch in weiten Teilen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns zu empfangen. Seit einiger Zeit haben sich auch eine Reihe von Privatfunkern hinzugesellt, die ihre Programme auf neuen Kanälen im DAB-Plus-Standard produzieren – auch hier mit einem weit gefächerten Programmanbebot, von 24-Stunden-Nachrichtenprogrammen bis zu Dance- und Rock-Formaten. Ähnlich ist die Situation in Norwegen: Hier ist der DAB-Ausbau inzwischen soweit fortgeschritten, dass man sich dazu entschlossen hat, die Aussendungen im klassischen UKW-Sendernetz im Jahr 2017 zu beenden. Somit ist Norwegen das weltweit erste Land, das Digitalradio zum Hörfunk-Nationalstandard erklärt hat.

Großbritannien

Auch im Vereinigten Königreich ist DAB sehr erfolgreich. philips-ajb355212-radiowecker-dabdigitalradio.jpgGründe hierfür waren seit der Einführung eine gute Inhouse-Versorgung sowie ein sehr umfangreiches Programmangebot. Hinzu kam ein ausgeklügeltes Werbekonzept des Digitalradio-Plattformbetreibers Digital One und der BBC. In Großbritannien wurden bislang rund 4 Millionen DAB-Radios verkauft und einige Handelsketten haben bewusst UKW-Radios aus den Regalen genommen, um den Verkauf von Digitalradios zu forcieren. Die britische Regierung plant – ebenso wie in Norwegen – die UKW-Senderketten zugunsten von DAB baldmöglichst abzuschalten.

Technik und Standards

DAB+ arbeitet sehr frequenzökonomisch, d. h. während beim analogen UKW-FM-Verfahren auf einer Frequenz genau ein Programm übertragen wird, so haben auf einem DAB-Plus-Kanal etwa acht Programme Platz. Möglich wird dies durch ein digitales Modulations- und Kodierungsverfahren, bei dem in einem Multiplex mehrere Audiostreams komprimiert übertragen werden. Bei dem älteren DAB-System wurde dazu der MPEG1-Layer2-Standard (kurz MP2) eingesetzt, beim aktuellen DAB+ wird dagegen ein AAC-Codec eingesetzt, der bei gleicher Audioqualität geringere Datenübertragungsraten zulässt. Ein Audiostream, der bei DAB mit MP2-Verfahren 128 kBit pro Sekunde benötigte, kommt im DAB-Plus-Standard bei gleicher Tonqualität mit 72 kBit pro Sekunde aus. Es passen also mehr Programme in einen DAB-Plus-Kanal. Hinzu kommt eine hohe senderseitige Energieeffizienz: Die Reichweite, die ein analoger UKW-Sender mit 100 kW erreicht, erzielt ein DAB-Plus-Sender mit nur 10 kW. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass auf einem DAB-Kanal acht oder mehr Programme (abhängig von der Kodierungsrate) übertragen werden können, so erkennt man schnell, dass der Energieaufwand für ein einzelnes Hörfunkprogramm auf bis zu 1 % gegenüber UKW reduziert werden kann.

Zusätzlich werden in einem Multiplex ergänzende Datendienste übertragen. Neben laufenden Programminformationen in Form eines Electronic Program Guide (EPG) und eines Traffic Message Channels (TMC), welcher es erlaubt, Verkehrsinformationen auf dem Display eines entsprechend ausgerüsteten Autoradios anzuzeigen, besteht sogar die Möglichkeit, multimediale Daten zu auszusenden. Diese zeigen auf Farbdisplays z. B. dual-dab-5-1-tragbares-digitalradio-dabukw-tuner.jpgbildhafte Programminformationen in Form von Diashows an oder Fotos desjenigen Künstlers, der gerade im Programm zu hören ist.

Der Frequenzbereich, in dem DAB+ ausgestrahlt wird, befindet sich im VHF-Band III, auf welchem bis 2005 das frühere analoge Fernsehen sendete. Der deutschlandweite Bundes-MUXX wird auf Kanal 5C ausgestrahlt, das entspricht einer Frequenz von etwa 178 MHz. Das frühere DAB sendete außerdem in lokalen Ensembles im sogenannten L-Band auf 1.500 MHz. Da dieser Frequenzbereich jedoch spezielle Antennen erforderte und eine sehr eingeschränkte Reichweite hatte, wird dieses Band heute nicht mehr verwendet.

Hersteller und Gerätekategorien

Tragbare Geräte

Diese Geräteklasse ist die verbreitetste unter den DAB-Radios: ortsunabhängig, transportabel und bei Bedarf batteriebetrieben. Von der altehrwürdigen Marke DUAL gibt es eine ganze Reihe von Geräten dieser Art. DUAL war beim DAB-Plus-Start im Jahr 2011 einer der ersten Hersteller von preiswerten Digitalradios. Das beliebteste Modell ist bis heute der DUAL DAB 4 im Hosentaschenformat, welcher bereits für einen kleinen zweistelligen Euro-Betrag zu haben ist. Ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis bietet der DUAL DAB 12, der im klassischen Kofferradioformat bereits mit Stereo-Lautsprechern aufwartet. Ein weiteres portables Gerät, welches mit seinem edlen Holz-Design auch stationär im Wohnzimmer eingesetzt werden kann, ist das DUAL DAB 32. Dieses Gerät überzeugt vor allem durch seinen voluminösen Klang.

Mit seinen Maßen von nur 15 x 8 cm (Breite x Höhe) ist der Move 400 D aus dem Hause PURE ein wahrer Winzling. Seine Besonderheit: Er hat einen internen Li-Ion-Akku mit sagenhaften 4200 mAh Kapazität, der eine lange Laufzeit garantiert. Zusätzlich bietet das Gerät einen Anschluss für MP3-Player und iPod, wenn man einmal auf die eigene Musiksammlung zurückgreifen möchte.

Apropos iPod: Ein DAB-Radio im Format eines MP3-Players kommt ebenfalls von PURE – der Move 2500. Dieser Hemdtaschen-Mini bietet 20 Speicherplätze, 10 für UKW und 10 für DAB+. Das Kopfhörerkabel dient als Antenne, der fest eingebaute Akku sorgt für 15 Stunden Hörgenuss pro Akkuladung.

Wer ein Fan von solarbetriebenen Gadgets ist, sollte sich das solarDAB 2 der Firma Roberts ansehen. Dieses Gerät ist das weltweit erste solarbetriebene DAB-Radio. Den netzstromunabhängigen Digitalradio-Empfänger gibt es in vier verschiedenen Farben und bietet DAB-Empfang sogar ohne Batterien, ist also ein perfekter Begleiter für Camping, Strand und Garten.

Radiowecker

Roberts hat nicht nur das solarbetriebene DAB-Radio im Programm, sondern auch zwei Radiowecker mit ganz eigener Note. dual-dab-1a-digitalradio.jpgDas dreamDock ist nicht nur ein Radiowecker, sondern gleichzeitig eine Dockingstation für iPhone und iPod. Auffällig ist bei diesem Blickfang eines jeden Nachttischs der volle Klang – da macht nicht nur Einschlafen und Aufwachen mit dem DAB-Lieblingssender Spaß, sondern man kann sich auch aus der Musiksammlung aus dem iPhone wecken lassen. Die Uhrzeit bezieht der Radiowecker natürlich sekundengenau aus dem DAB-Datensystem.

Ein DAB-Radiowecker etwas einfacherer Kategorie ist das dreamTime 2 von Roberts. Es ist ein platzsparendes Gerät in Halbmond-Bauform, das einfach das tut, was es tun soll: Uhrzeit anzeigen und mit DAB-Programmen wecken – und das mit einem gefälligen Design.

Hybridgeräte

Ein großer Player auf dem Feld der multifunktionalen Kompaktgeräte mit DAB-Empfang ist Philips. Ein Kuriosum soll hier gleich als erstes vorgestellt werden: Das Philips AZB600 kann nicht nur DAB+ empfangen, sondern spielt auch CDs ab und hat sogar ein eingebautes Cassettenteil. Aber Achtung: Das Cassettenlaufwerk ist ein reines Abspielteil – es fehlt die Aufnahmefunktion. Ergänzt wird der Sound durch den Dynamic Bass Boost, der aus 1 Watt Leistung pro Stereo-Kanal einen recht passablen Klang produziert.

Etwas zeitgemäßer geht es beim Weltempfänger-Spezialisten Sangean zu. Mit dem WFR-29 erhält der Kunde ein stereophones Hybridgerät, das natürlich DAB+ “kann”, aber auch ein WLAN-fähiges Internetradio enthält und weitere Abspielfunktionen aufweist. So kann über einen USB-Anschluss die MP3-Sammlung von einem Speicherstick wiedergegeben werden, außerdem gibt es eine WLAN-Streamingfunktion. Das Gerät kann zusätzlich über eine herstellereigene Smartphone-App fernbedient werden.

Kompaktanlagen und HiFi-Bausteine

Kompaktanlagen mit integriertem DAB-Tuner stellt u. a. SONY her. DAB-Plus- und UKW-Empfang, CD-Player, zwei Lautsprecherboxen – alles zusammen im Bundle gibt es für weit weniger als 100 Euro. Nach oben sind in dieser Gerätekategorie natürlich die Preisgrenzen offen – je nach persönlichen Vorlieben und Ansprüchen.

Wenn man seine bereits vorhandene HiFi-Anlage um eine DAB-Empfangsmöglichkeit erweitern möchte, bietet der Markt digitale HiFi-Tuner an. sony-xdr-s60dbpb-digitalradio.jpgDas DIT2000 von Hama ist so ein Gerät, das aber nicht nur DAB+ beherrscht, sondern auch mit Netzwerk-Funktionen aufwartet – und das zu einem unschlagbaren Preis. Es enthält ein WLAN-Radio, das über das heimische WLAN weltweites Internetradio abspielt, aber auch per RJ45-Buchse mit einem Ethernet-Netzwerk verbunden werden kann. Darüber hinaus kann Musik vom Smartphone, Tablet oder PC auf dieses HiFi-Bauelement per WLAN und UPnP gestreamt werden. Zum Lieferumfang gehört eine Fernbedienung, das Gerät kann aber auch mit einer kostenlosen Smartphone-App bedient werden. Eine Besonderheit ist das 3,2-Zoll-Farbdisplay, welches den Gerätestatus gut ablesbar darstellt und per ID3-Tags Infos zum gerade gehörten Musikstück grafisch darstellt. Natürlich beherrscht das Gerät auch herkömmliches UKW mit RDS-Anzeige. Dieser Allrounder kann sowohl per analogem Cinch-Anschluss als auch mit digital-optischen Ausgang mit bestehenden Verstärkeranlagen verbunden werden.

Autoradios

Immer mehr europäische Autohersteller haben in ihren aktuellen Modellen DAB-Empfangsteile in der Bordelektronik fest verbaut – entweder als Option oder bereits serienmäßig. Es sind aber auch separate DAB-Autoradios zum Umbau oder Nachrüsten in älteren Fahrzeugen erhältlich. Die führenden Hersteller von Autoradios wie Kenwood oder Blaupunkt haben Geräte mit DAB-Plus-Empfangsteil im Angebot. Die ersten DAB-Geräte hatte JVC zum DAB-Plus-Start im Sortiment. Das aktuelle Gerät des erfahrenen Herstellers aus Japan ist das JVC KD-DB95BTE, das mit bestechenden DAB-Empfangsleistungen und vielen weiteren digitalen Optionen wie Musikstreaming via Bluetooth, einem CD-Player und natürlich auch herkömmlichem UKW-Empfang mit RDS aufwartet. Durch die Vielfalt der Funktionen ist das Preis-/Leistungsverhältnis dieses DAB-Autoradios hervorragend und der Einbau ist dank genormten Maßen des DIN-Autoradio-Einbauschachtes in wenigen Minuten vollzogen.

USB-Sticks für DAB-Plus-Empfang

DAB-Plus-Empfang zum Taschengeldpreis erhält man, indem man USB-Empfängersticks verwendet. Im Online-Shop des DAB-Senders sunshine live gibt es den bekannten Noxon DAB-USB-Stick für das Notebook oder den PC. Zu Hause oder unterwegs: DAB+ ist immer dabei, und das für wenig Geld. Die DAB-Software gehört natürlich dazu, diese bietet sogar eine Aufnahmefunktion, mit der man das laufende DAB-Radioprogramm auf Festplatte mitschneiden kann.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Kann man mit einem DAB-Plus-Radio auch UKW hören?

  • Die meisten DAB-Plus-Radios können auch analoges UKW-Radio empfangen. hama-dr1500-digitalradio-dab.jpgSollte in Ihrem Empfangsgebiet kein DAB+ empfangbar sein, können Sie weiterhin UKW-Programme hören.

Ich habe noch ein älteres DAB-Radio. Kann ich damit auch DAB+ empfangen?

  • DAB+ kodiert die Audiodaten nach dem AAC-Verfahren. Diesen Codec können DAB-Geräte nach dem alten Standard nicht verarbeiten. Das bedeutet, dass in Ihrem Gerät die neuen DAB-Plus-Programme zwar im Display angezeigt werden, aber im Gerät nicht hörbar gemacht werden können. Im deutschlandweiten Bundes-MUXX sendet lediglich der Deutschlandfunk aus Kompatibilitätsgründen mit dem früheren MP2-Codec. Dieses Programm kann Ihr altes DAB-Radio weiterhin empfangen. Möglicherweise gibt es aber für Ihr Gerät ein sogenanntes Firmware-Update, welches Ihr DAB-Radio DAB-Plus-tauglich macht. Erkundigen Sie sich danach beim Gerätehersteller.

Ist DAB+ bereits flächendeckend verfügbar?

  • Der Sendernetzbetreiber Media Broadcast baut das Sendernetz seit 2011 kontinuierlich aus und umfasst deutschlandweit derzeit rund 70 Standorte. Ballungszentren und Metropolen sind bereits vollständig versorgt. Auch in vielen weiteren Gebieten ist DAB+ verfügbar. Bis 2018 soll der Netzausbau flächendeckend abgeschlossen sein. Ob Ihr Wohnort ebenfalls versorgt ist, erfahren Sie auf einer Online-Karte auf www.digitalradio.de. Derzeit bestehen größere Versorgungslücken nur noch in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs, diese werden aber im kommenden Jahr durch weiteren Netzausbau geschlossen.

Muss man für DAB-Empfang zusätzlich bezahlen?

  • Nein. Die derzeitigen DAB-Plus-Aussendung erfolgen ausschließlich unverschlüsselt und sind frei empfangbar. Die DAB-Sendeanlagen sind sowohl durch Ihren Rundfunkbeitrag als auch von den Senderplattform-Betreibern finanziert. philips-ae502012-radio.jpgEs besteht aber die technische Möglichkeit des sogenannten Pay-Radios, bei dem Spartenprogramme verschlüsselt ausgestrahlt und gegen Gebühr freigeschaltet werden. Dies wird in Deutschland aber aktuell nicht genutzt.

Was sollte man beim Kauf eines DAB-Plus-Gerätes beachten?

  • Neben den eigenen Wünschen und Ansprüchen beim Bedienkomfort muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Gerät tauglich ist für DAB+ – dies erkennt man in der Regel am DAB-Plus-Logo. Einige Händler versuchen, ältere Geräte zu niedrigen Preisen zu verkaufen, die nur für das alte DAB-System geeignet waren, aber das neue DAB+ nicht wiedergeben können. Fragen Sie also im Zweifelsfall ausdrücklich nach, ob das angebotene Gerät wirklich DAB+ empfangen kann.

Ich bin öfter in Dänemark. Kann ich mit meinem DAB-Plus-Radio auch die dortigen DAB-Sender hören?

  • Ja. DAB-Plus-Geräte sind zum früheren DAB-System abwärtskompatibel und können auch DAB-Programme (ohne “+”) empfangen.

Was bedeutet Multiplex bzw. “MUXX”?

  • Auf einem DAB-Kanal werden in einem Ensemble mehrere Programme ausgestrahlt. Die dazugehörenden Datenströme werden in einzelnen “Datenhäppchen” schichtweise ausgesendet und im DAB-Radio wieder voneinander getrennt. Dieses Verfahren nennt man “Multiplexing” oder kurz MUXX.

Kann ich das Regionalradio meines Bundeslandes mit DAB+ in ganz Deutschland empfangen?

  • Aus rundfunkrechtlichen Gründen ist die Ausstrahlung der einzelnen Landesrundfunkanstalten an das jeweilige Bundesland gebunden – wie auch im herkömmlichen UKW-Radio. So ist z. B. WDR 2 auch via DAB+ nur in Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern zu empfangen. Eine Ausnahme bildet Berlin: Aufgrund einer Sonderregelung können dort neben den Programmen des RBB u. a. auch SWR 3, MDR JUMP und Bayern 2 im Digitalradio empfangen werden.

Zukunft von DAB+

Das digitale Radio per DAB+ fristet kein Nischen-Dasein mehr. Seit dem DAB-Plus-Start in Deutschland wurden rund 3 Millionen Geräte verkauft. Der Konsument merkt in der Regel bei der Bedienung seines Gerätes keinen Unterschied, ob er einen UKW- oder DAB-Sender empfängt, da die meisten Geräte beides können. So wird mittelfristig der Ausstieg aus dem mittlerweile über 60 Jahre altem UKW-System erleichtert. Deutliche Vorteile gibt es in der Empfangsqualität: kein Rauschen, kein Knistern, kein Knacken. Diesen Vorteil wird man insbesondere beim mobilen DAB-Empfang im Auto schätzen lernen. Die Entwicklung im DAB-Segment schreitet voran; mittelfristig ist es angedacht, per DAB+ hochqualitative Sendungen im Dolby-Surround-Verfahren auszustrahlen, wie es bereits jetzt im Digitalradio per Satellit (DVB-S) möglich ist.

Die Gerätepreise lagen von Beginn an auf niedrigem Niveau, da die Herstellungskosten durch Massenproduktion der Digitalradio-Chips gedrückt werden konnten.